Schuppen und Ablagerungen auf der Kopfhaut

Schuppen und Ablagerungen auf der Kopfhaut

December 23, 20252 min read

Was Ablagerungen auf der Kopfhaut wirklich mit Schuppen, Juckreiz und Haarausfall zu tun haben

Viele Menschen kommen zu mir mit dem Gefühl, „alles richtig zu machen“ – sie waschen regelmäßig die Haare, nutzen spezielle Shampoos gegen Schuppen oder empfindliche Kopfhaut und probieren immer wieder neue Produkte aus.
Und trotzdem bleiben Juckreiz, Spannungsgefühl, Schuppen oder sogar Haarausfall bestehen.

Ein entscheidender Faktor wird dabei oft übersehen:Ablagerungen auf der Kopfhaut.

Wie entstehen Ablagerungen überhaupt?

Konventionelle Haarpflegeprodukte enthalten häufig filmbildende Stoffe wie Silikone, Kunstharze, synthetische Wachse oder schwer auswaschbare Pflegestoffe. Diese sollen das Haar geschmeidig machen, Glanz erzeugen und Frizz reduzieren.

Was dabei selten bedacht wird:
Diese Stoffe legen sich nicht nur um das Haar, sondern auch auf dieKopfhaut.

Mit der Zeit entsteht dort eine Mischung aus:

  • Produktrückständen

  • Talg

  • abgestorbenen Hautzellen

  • Umweltbelastungen

Diese Schicht ist oft nicht sichtbar – aber spürbar. Die Kopfhaut kann nicht mehr frei „arbeiten“, Poren werden blockiert, und das natürliche Gleichgewicht gerät aus der Balance.

Schuppen sind nicht gleich Schuppen

Ein wichtiger Punkt:
Nicht jede schuppende Kopfhaut ist trocken.

In der Praxis sehe ich sehr häufig das Gegenteil:
Eineüberpflegte, belegte Kopfhaut, die versucht, sich selbst zu regulieren.

Die Haut reagiert auf die Belastung, indem sie:

  • schneller nachfettet

  • sich schuppt

  • gereizt oder empfindlich wird

Anti-Schuppen-Shampoos greifen hier oft zu kurz. Viele wirken stark entfettend oder enthalten Wirkstoffe, die kurzfristig Symptome unterdrücken, die Ursache aber nicht lösen. Das kann zu einem Kreislauf führen:
👉 mehr Waschen – mehr Produkte – mehr Reizung.

Warum die Kopfhaut so sensibel reagiert

Die Kopfhaut ist gut durchblutet und reich an Nervenenden. Sie steht in enger Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem.
Stress, innere Anspannung und hormonelle Veränderungen wirken sich hier oft besonders schnell aus.

Wenn zusätzlich noch Ablagerungen vorhanden sind, kann die Haut:

  • schlechter durchblutet werden

  • Nährstoffe weniger gut aufnehmen

  • ihre Schutzfunktion nicht optimal erfüllen

Das kann sich nicht nur in Schuppen oder Juckreiz zeigen, sondern auch in:

  • entzündlichen Reaktionen

  • Spannungsgefühl

  • diffuser Empfindlichkeit

  • oder verstärktem Haarausfall

Haarausfall: nicht nur eine Frage des Haares

Haare wachsen aus der Kopfhaut – nicht aus dem Shampoo.
Wenn das Milieu an der Haarwurzel aus dem Gleichgewicht gerät, kann das Haarwachstum beeinträchtigt werden.

Ablagerungen können die Umgebung des Haarfollikels verändern und ihn „belasten“. In Kombination mit Stress, Nährstoffungleichgewichten oder hormonellen Themen entsteht so oft ein komplexes Bild, das nicht mit einem einzelnen Produkt gelöst werden kann.

Der ganzheitliche Blick macht den Unterschied

Ganzheitliche Kopfhautpflege bedeutet nicht, noch ein weiteres Spezialprodukt zu verwenden.
Sie beginnt mit:

  • Entlastung statt Überpflege

  • bewusster Auswahl der Inhaltsstoffe

  • Verständnis für die Bedürfnisse von Haut und Nervensystem

Oft braucht es einen sanften Reset, damit die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht finden kann. Weniger Reiz, weniger Schichten, mehr Klarheit.

In meiner Arbeit geht es deshalb nicht darum, Symptome „wegzumachen“, sondern Zusammenhänge zu verstehen. Denn wenn die Kopfhaut wieder atmen darf, verändert sich häufig nicht nur das Hautbild – sondern auch das gesamte Haargefühl.

Daniela Dammann

Holistische Naturfriseurin und psychologische Beraterin

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